Ich bin nicht perfekt!

von Miriam Birtz-Wagenbichler Sunday, 22. July 2018 MyBodyWorks 0 Kommentare

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Der Wunsch nach dem perfekten Körper begleitet mich Zeit meines Lebens. Genauso wie alle anderen habe ich mir auch immer einen perfekten Körper gewünscht. In der frühen Pubertät war mir meine Nase zu lang, meine Lippen zu schmal, meine Finger zu unförmig, mein Waden zu dick, meine … In der späten Pubertät war mir mein Po zu groß, mein Busen zu klein, meine Beine zu muskulös, meine …

Auch jetzt noch kann ich nicht behaupten, dass mein Körper perfekt ist. ABER ICH GÖNNE MIR BEWUSST EINEN UNPERFEKTEN KÖRPER!

Ich merke, dass sich viele Menschen wirklich fertig machen, weil ihr Körper nicht ihren Ansprüchen gerecht wird. Sie kasteien sich mit dem Essen, sie betreiben bis zum Exzess Sport und zwängen sich in diverse unterstützende Kleidungsstücke, damit sie ihrer Vorstellung eines perfekten Körper nahe kommen können.

Und das beste ist, sie sind nicht wirklich glücklich.

Ich hab für mich die Reißleine gezogen, weil ich diesen Druck nicht mehr haben wollte. Ich liebe Sport. Ich liebe Sport, weil ich mich dabei lebendig fühle. Ich betreibe den Sport aber so, dass er mir gut tut und ich mich wohl fühle. Ich liebe essen. Ich liebe essen, weil ich die Vielfalt und den Geschmack des Essens genieße. Dafür muss ich aber nicht völlern.

Und seit der Geburt meiner Tochter, was jetzt schon 7 Jahre zurück liegt, habe ich mein neues System gefunden, um Sport zu machen. Ich komme selten dazu ein- bis zweistündige Trainingseinheiten für mich zu machen. Beruf und Kind lassen das, wie bei so vielen Menschen, wenig zu. Trotzdem bewege ich mich. Ich versuche den Sport in den Alltag zu bringen. Egal, ob ich mich mit meiner Tochter bewege, oder ich 5-10 Minuten in der Früh nutze, Bewegung ist ein Teil meines Lebens. OK, es ist auch definitiv ein großer Teil meines Berufslebens. Aber, entgegen der Vorstellung meiner Kunden und Freunde, trainiere ich nicht wirklich viel mit meinen Kunden mit. Meine Aufgabe ist es, die Kunden zu unterstützen, dass sie die Bewegung richtig machen und da ist Observation das A&O.

Aber natürlich hilft mir mein Arbeitspensum auch dabei die alltägliche Bewegung zu leben.

Wenn es aber um meine Bedürfnisse und die meines Körpers geht, muss ich dennoch etwas zusätzlich machen. Und dies muss spezifisch auf mich abgestimmt sein. Da kann es an dem einen Tag das Mobility-Training sein, weil ich zu viel Spannung im Körper aufgebaut habe. Am anderen Tag muss es das Gleichgewichtstraining sein, damit meine tiefe Muskulatur ausreichend fit sein kann. Manchmal ist es aber auch ein Kräftigungsprogramm. Und wenn ich einmal in der Woche zum Lauftraining komme, bin ich glücklich.

Bewegung kann so viel bewirken.

* Sie kann entspannen.

* Sie kann einem Burn-out vorbeugen.

* Sie kann das Wohlbefinden steigern.

* Sie kann Schmerzen vermeiden.

* Sie kann den Stoffwechsel ankurbeln und somit viele "Blockaden" im Körper lösen.

* Sie kann den Zivilisationserkrankungen entgegensteuern.

* Sie kann dich wieder fit und leistungsfähig machen.

* Sie kann dich schön und attraktiv machen.

Und das wichtigste ist: SIE SOLL SPASS MACHEN!

Bewegung kurbelt im Körper viele Prozesse an und setzt Hormone frei. Wenn Spaß mit Bewegung gekoppelt werden, dann ist das der ultimative Jungbrunnen. Also komm raus aus deinem Zwang. Finde die Bewegung, die dir gut tut und dir ein tolles Gefühl nach dem Sport liefert und dann ist alles perfekt.

Und wie heisst es so schön in der Sportbranche? Die Form folgt der Funktion. Funktioniert dein Körper optimal, dann ist ein perfekter Body nicht weit entfernt.

Ich weiß, wovon ich spreche. ;-)

Deine Miriam