Gesund durch Bewegung

von Miriam Birtz-Wagenbichler Sunday, 8. November 2020 MyBodyWorks 0 Kommentare

  • Treppen

Dass Bewegung einen positiven Effekt auf die Gesundheit hat, ist dir sicher hinlänglich bekannt. Oft schon hast du gehört, dass 10.000 Schritte täglich wichtig sind und du statt dem Lift die Treppen nehmen sollst.

Aber tust du es?

Lass dich von mir in eine alltägliche Situation entführen.

Du hast einen beruflichen Termin auswärts und betritts das Gebäude deines Kunden. Du stehst im Foyer und dein Blick schweift umher. Du bemerkst das Hinweisschild zum Lift und zur Treppe. In dir entsteht ein unbewusster Entscheidungsprozess. Er leitet dich automatisch zum Lift. Und schon bist du in der Komfortzone und hast die Möglichkeit verpasst deine Gesundheit zu stärken. Nicht gerade befriedigend. Damit du aber kein schlechtes Gewissen haben musst, erklärst du dir die Entscheidung anhand einfacher und bequemer Fakten. Und schon ist alles gut und vergessen. Hm...

An sich geht es immer um eine bewusste Entscheidung, wenn du deiner Gesundheit etwas Gutes tun möchtest.

Und damit dir diese bewusste Entscheidung leichter fällt, möchte ich dir ein paar gedankliche Anregungen geben. Vielleicht helfen sie dir das nächste Mal den Fokus auf die Treppe zu legen. ;-)

In unserem Körper ist alles in Bewegung.

Unser Körper besteht aus Zellen, die ständig ab und aufgebaut werden. Das beschränkt sich nicht nur auf die Zeit der Kindheit. Nein, auch bis zum hohen Alter findet dauernd dieser Ab- und Aufbauprozess statt. Zellen brauchen aber einen gewissen Reiz, um sich in ausreichendem Maße aufzubauen. Und hier kommt die Bewegung ins Spiel. Setzen wir uns in Bewegung, dann regen wir unseren Körper an sich zu belasten und somit Reize zu setzen, damit er stark und gesund bleiben kann.

Genauso ist es aber auch, wenn wir den Körper schonen. Er bekommt nicht den ausreichenden Reiz und baut ab. Jeder, der schon mal einen Gips am Arm oder Bein hatte, kann davon berichten, dass am Ende, wenn der Gips runter kam, das eingegipste Körperteil an Muskulatur verloren hat. Das ist ein klassisches Beispiel eines Abbauprozesses des Körpers bei zu wenig Reizen. Das Gute wiederum ist, dass der Körper schnell wieder lernt auf den alten Stand zu kommen, wenn ausreichend Reize gesetzt werden.

Das Beispiel mit der Muskulatur kann man auch auf andere Körpersysteme übertragen. Der Herzmuskel, zum Beispiel, kann sinnvoll arbeiten, wenn er gefordert wird, aber er wird auch schwach und krank, wenn er unterfordert wird. Die Atemmuskulatur ist funktiontüchtig und beweglich, wenn sie sinnvoll arbeiten muss. Der wichtigste Atemmuskel hierbei ist das Zwerchfell. Aber das Zwerchfell hat nicht nur die Aufgabe der Atemmechanik, sondern ist auch entscheidend für die Schmerzfreiheit von Rücken und Nacken. Und was Vielen nicht bekannt ist. Das Zwerchfell hat auch einen entscheidenden Einfluss auf den Lymphfluss und die Organgesundheit.

Der Lymphfluss ist wiederum wichtig für unsere Entgiftungsprozesse im Körper. Er transportiert die abgebauten Zellen aus unserem Körper in die ausscheidenden, beziehungsweise verarbeitenden Organe. Neben dem Lymphfluss hilft uns auch das venöse Blutsystem beim Rücktransport. Es hilft das entstandene CO2 und weitere Endprodukte des Stoffwechsels aus dem Körper zu befördern.

Du siehst, da passiert wirklich viel im Körper und es kann kein System ohne das andere funktionieren.

Inaktivität aber drosselt die oben genannten Mechanismen. Das Herz baut ab, weil es sich nicht mehr anstrengen muss. Das Zwerchfell wird träge und unbeweglich, weil es nicht mehr den tiefen Atemzug unterstützen muss. Die Organe werden träge und nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Die Venen werden zu sehr belastet, weil die Muskulatur das Blut nicht mehr aus den Beinen zurück zum Herzen pumpt.

Ich kann hier unendlich weiter machen. Sogar vor deinem Gemütszustand macht es nicht halt, da Bewegung für die Gesundheit des Gehirns und deiner Stimmung zuständig ist.

Aber ich möchte nicht schwarzmalen. Ich möchte dir eine positive Aussicht geben.

Lass uns zurück zu der Situation kommen, wo du vor der Entscheidung stehst den Lift oder die Treppe zu nehmen. Stell dir vor, dass du dir Zeit lässt, bewusst zu entscheiden. Du sagst dir, das tut meiner Gesundheit gut und wählst die Treppe.

Nach den ersten paar Stufen merkst du, dass dein Atem anfängt schneller zu gehen und dein Herz etwas mehr schlägt. Es steigt in dir ein Gefühl der Anstrengung hoch. Und hier mach kurz gedanklich halt. Normalerweise würden wir mit dieser Anstrengung ein negatives Gefühl verbinden. Du tust aber jetzt genau das Gegenteil.

Du stellst dir vor, wie deine Atemmuskulatur dynamisch schwingt. Dein Herz lacht, weil es sich bewegen kann. Dein Blut beginnt zu fließen und versorgt deinen Körper mit ausreichend Sauerstoff. In deinem Körper beginnt alles zu fließen und effektiv zu funktionieren. Das Lymphsystem wird aktiviert und entlastet deinen Körper. Dein Gehirn bekommt Sauerstoff und du wirst aufmerksamer und belebter.

Jetzt tust du etwas für deine Gesundheit.

Und am Ende der Treppe halte kurz inne und klopf dir gedanklich auf die Schultern. Du kannst dich durchaus loben für deinen Einsatz. Denn dein Gehirn braucht Erfolgserlebnisse, damit es dich beim nächsten Mal wieder motiviert die Treppe zu nehmen. So ist unser Körper programmiert. ;-) Und so fällt es uns mit steigender Wiederholung immer leichter die bewusste Entscheidung zur Treppe zu wählen.

Ist das nicht toll? Ich bin immer wieder begeistert und fasziniert, wie unser Körper funktioniert.

Deshalb hab ich meine Firma auch mybodyworks genannt. Weil es immer gut ist, wenn man weiß, warum man etwas tut. Und dafür steh ich dir gern zur Seite.

Hast du Lust deinen Körper besser zu verstehen, dann schau auf immer wieder auf meinen Blog oder folge mir auf youtube. Unter Miriam Biritz-Wagenbichler findest du Kurzvideos, die dir erklären, was so im Körper passiert und welchen Beitrag Bewegung dazu liefert. Du findest aber auch Anregungen für praktische Übungen, damit du auf die jeweilige Thematik bezogen, das richtige Bewegungsrepertoire hast.

Ich freu mich auf dich.

Deine Miriam