Fit in die Pension oder Die Pension fit geniessen

von Miriam Birtz-Wagenbichler Wednesday, 2. March 2016 MyBodyWorks 0 Kommentare

Die aktuelle Diskussion um die Verschiebung des Pensionsantrittsalter zeigt ein gravierendes Problem unserer Gesellschaft auf. Wir müssen länger arbeiten und zugleich auch länger leistungsfähig für den Job sein. Deshalb konzentriert man sich auf die Performance im Job und verschiebt alle Herzenswünsche auf die Zeit nach der Pensionierung. Ist diese Strategie jedoch zukunftsträchtig und sinnvoll? Muss man sich im Job auspowern, sein Letztes geben und seine Reserven aufbrauchen? Wie sieht dann das Leben in der Pension aus?

Letztendlich trifft sich alles in einer Aussage wieder: Wenn wir unsere Pension geniessen wollen, dann müssen wir in unseren Körper investieren und die Gesundheitsvorsorge als wichtigen Bestandteil unseres Lebens sehen. Aber was ist da zu tun?

Tatsächlich ist der Körper von Geburt an immer zwischen Auf- und Abbau der Zellen hin und her gerissen. Zu Beginn des Lebens ist der Aufbau dominant, da die Kinder wachsen und lernen müssen. Je älter wir werden, desto mehr überwiegt der Abbauprozess. Wir können aber unseren Zellen die Möglichkeit geben, sich wieder mehr auf den Aufbau zu konzentrieren.

Der Körper braucht Herausforderungen, um sich zu steigern. Und diese müssen in sinnvollen Abständen gesetzt werden, damit das richtige Zeitfenster für einen Aufbau genutzt werden kann. Ein einmaliges Training in der Woche ist nach der ersten Trainingsphase zu wenig. Je nach Leistungsfähigkeit braucht man Reize in unterschiedlichen Abständen. Die Gleichgewichtsfähigkeit und weitere Koordinationsfähigkeiten können täglich im Trainingsplan stehen. Kraft- und Faszientraining sollte 2-4x/Woche gemacht werden. Und die Ausdauer kann je nach Intensität und Dauer 2x/Woche bis täglich trainiert werden.

Ältere Personen, die Bestager, wie sie liebevoll genannt werden, brauchen keine besondere Behandlung im Sport. Nein im Gegenteil, sie sind meist fitter als Gleichaltrige vor 50 Jahren. Sie brauchen aber sehr wohl unterschiedliche Belastungsintensitäten als die junge Generation. Somit variiert man nur die Schwierigkeitsstufen beim Gleichgewichts- und Koordinationstraining oder reduziert die Belastungshöhe im Ausdauerbereich. Meist braucht es auch einfach nur mehr Regenerationszeit als früher. Aber mit Samthandschuhen braucht man diese Altersgruppe, für wahr, nicht angreifen.

Mit diesen Aussichten, und mit dem Ziel seine Pension auch fit geniessen zu können, sollte man sich das Herz fassen und den ersten Schritt hin zu einer sinnvollen Beratung zu machen. Jeder Mensch bringt unterschiedliche Bedingungen und einen individuellen Körper mit. Damit ein sinnvolles Training für seine Gesundheit möglich ist, zahlt es sich aus einen Spezialisten für diesen Bereich, wie einen Sportwissenschafter / eine Sportwissenschafterin, zu Beginn heranzuziehen.